1. Bevor wir anfangen: Mit welchem Gefühl bist du heute in dieses Gespräch gegangen – eher neugierig, entspannt oder noch mitten im Alltag?
Ein Mix aus allem, aber in erster Linie natürlich im Trainingsalltag.
2. Gibt es eine Eigenschaft an dir, die im Profisport eher stört, privat aber genau das ist, was dich ausmacht?
Vielleicht, dass ich manchmal zu lieb bin.
3. Was ist etwas völlig Alltägliches, das dich sofort runterbringt – egal wie hektisch der (Spiel)Tag war?
Meine Familie, da kann ich mich schnell wieder beruhigen nachdem ich mich ausgekotzt habe.
4. Wenn ein ehemaliger Mitspieler dich jemandem beschreiben müsste, der dich gar nicht kennt – was würde er hoffentlich sagen?
Hoffentlich nur positives…Wenn ich was aussuchen müsste dann: Ehrgeizig, herzlich, offen und lustig
5. Welche kleine Marotte hast du, über die sich deine Mitspieler heimlich (oder auch mal offen) lustig machen?
Ich glaube ich bin oft zu gutgläubig.
6. Gab es einen Moment im Handball, der von außen unspektakulär wirkte, für dich aber alles verändert hat?
Ich würde sagen mein Wechsel auf die Sportschule in Leipzig. Aber auch die ersten Male als ich bei den Profis mitmachen durfte. Das gibt einem dann schon immer ein gutes Gefühl.
7. Was vermisst du an der Zeit, bevor Leistung, Erwartung und Öffentlichkeit eine Rolle gespielt haben?
Da habe ich mir noch nie so richtig Gedanken drüber gemacht. Aber tendenziell war es wahrscheinlich einfach ruhiger und weniger Menschen haben einem zugeschaut was man so macht. An sich gibt es da aber nichts was mich stört.
8. Welche Frage wünschst du dir manchmal, dass Journalisten sie dir stellen würden – trauen sich aber nicht?
Da fällt mir nichts ein…Ich denke jeder kann alles fragen.
9. Gibt es einen Moment, in dem dir jemand etwas über dich gesagt hat, das dir erst viel später wirklich hängen geblieben ist?
Meine Lehrerin in Weimar hat mir früher gesagt, dass es auch außerhalb vom Handball Dinge im Leben gibt, denen ich mich zuwenden soll und die ich nicht vernachlässigen soll.
10. Was müsste passieren, damit du am Ende deiner Karriere sagen kannst: „Genau so sollte es laufen“ – unabhängig von Titeln?
Wenn ich verletzungsfrei bleibe (klopf, klopf, klopf). Das wäre das Allerbeste. Dann kann ich hoffentlich sehr lange und erfolgreich Handball spielen